Fachpraxis für Kieferorthopädie Dr. Brigitte Schnell Lachen ist Leben - wir machen es schöner
Qualitätsmanagement zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015
Was bedeutet verlagert und retiniert? Ein Zahn bricht normalerweise durch, wenn sich die Wurzel zu circa zwei Drittel ihrer Länge entwickelt hat. Ist dieser natürliche Durchbruch- sprozess eines Zahnes behindert, spricht man von Verlagerung oder Retention. Einige der vielen möglichen Ursachen sind: Ein ungewöhnlicher Durchbruchsweg oder ein überzähliger Zahn im Knochen, die Verengung der Lücke für den Zahn, der durchbrechen will, Vererbung, vorzeitiger Milchzahnverlust, Unfall mit Zahnbeteiligung. Fast immer besteht die Möglichkeit diesen verlagerten Zahn kieferorthopädisch einzuordnen. Die kieferorthopädische Behandlung sollte möglichst bald begonnen werden, wenn eine Verlagerung erkannt wurde, denn verlagerte Zähne können die Wurzeln der Nachbarzähne auflösen. Die Einordnung solcher verlagerten und im Knochen retinierten Zähne ist auch noch im erwachsenen Alter möglich. Was kann passieren, wenn die Verlagerung erst spät bemerkt wird? Zum Beispiel kann der Zahn an einer ganz anderen Stelle durchbrechen, so dass er den Platz mit seinem Nachbarzahn vertauscht. Dies nennt man Transposition. Die korrekte Einstellung ist dann zwar auch möglich, jedoch wesentlich schwieriger, wie die Dokumentation zeigt. Für die Zeit der Einordnung, in der der Milchzahn entfernt wurde und der bleibende Zahn eingeordnet wird, erhält der Patient eine Zahn- attrappe, die die Zahnlücke abdeckt. Der verlagerte Zahn wird sozusagen im Hintergrund eingestellt, bis der «Austausch» stattfindet. Die Grenzen für die Einordnung von retinierten und verlagerten Zähnen sind Entwicklungsstörungen der Zahnwurzel, die abgeknickt zur Zahn- krone weiterwächst. Dies kann zum Beispiel in Folge eines Unfalls im Milchgebiss geschehen, wobei der Milchschneidezahn in den Knochen hineingestaucht wurde. Wie sieht die Folge dann im Mund aus? Diese bleibenden Zähne brechen nicht von alleine durch und müssen aktiv eingeordnet werden. Selbst wenn dieser Zahn langfristig keine so gute Prognose wie sein Nachbarzahn hat, so ist für diese Zeit das Knochenfach und der Zahn- fleischsaum gehalten und die Voraussetzung für ein späteres Implantat optimiert. In der Zeit bis der Kiefer ausgewachsen ist, hat der Patient keine Zahnlücke, was für die Sprachentwicklung besonders wichtig ist. Oft werden Kinder wegen eines Sprechfehlers - falsche Aussprache des S-Lautes - gehänselt. Beispiel für die Einordnung von beider Echzähnen im Oberkiefer und Behebung der Transposition des unteren rechten Eckzahnes
Eeinordnung verlagerter und retinierter Zähne