Fachpraxis für Kieferorthopädie Dr. Brigitte Schnell Lachen ist Leben - wir machen es schöner
Mundhaltung, Lippen und Nase Für die kieferorthopädische Untersuchung sind neben den Zähnen auch die sie umgebenden Weichteile wichtig. Die Aufmerksamkeit gilt dabei nicht nur Lippen und Nase. Auch die folgenden Fragen sind wichtig: Gibt es Hinweise auf Mundatmung und Allergien? Die Mundatmung erkennen wir daran, dass der Mund meistens offen steht. Die Lippen haben eine geringe Spannung. Die oberen Frontzähne und ein Teil des Zahnfleisches sind sichtbar. Die Sprache ist eher nasal. Unter dem chroni- schen, latenten Sauerstoffmangel leidet die Konzentrationsfähigkeit. Die vor- wiegende Mundatmung verstärkt zusätzlich das Risiko für Erkältungskrankhei- ten. Der Grund hierfür ist, dass die Luft nicht wie bei der Nasenatmung erwärmt und gereinigt wird, was wiederum eine Vergrößerung der Gaumenmandeln (Tonsillen) und Rachenmandeln (Adenoide) begünstigt und zu rezidivierenden Entzündungen im Ohr-Bereich führen kann. Auch werden im Frontzahnbereich des Oberkiefers häufig Zahnfleischentzündungen festgestellt. Vergrößerte Tonsillen schränken den Zungenraum massiv ein. Die Folge ist, dass sich die Lage der Zunge nach vorne unten verschiebt, wie Sie in Abbil- dung a) sehen können. Bei Kindern kann so das Unterkieferwachstum ungüns- tig beeinflusst werden und bei bestimmten skelettalen Wachstumsmustern ent- steht ein frontal offener Biss. Derartige Probleme im Nasen-Rachen-Raum erkennt Frau Dr. Schnell sehr gut auf dem Fernröntgenseitenbild. Außerdem achtet die Kieferorthopädin auf deut- lich vergrößerte untere Nasenmuscheln, die einen Hinweis auf versteckte Aller- gien geben. Zungenlage Bedingt durch die tiefe Zungenlage ist der Oberkiefer oft zu schmal. Häufig liegt ein Kreuzbiss vor, d.h. die Seitenzähne stehen über Kreuz. Wird die Zunge beim Schlucken nach vorne zwischen die Zahnreihen gepresst, entsteht ein so genannter offener Biss. Die Frontzähne stehen dabei nach vorne oder können nicht vollständig durchbrechen. Eine weitere Folge ist die mangelnde Entwick- lung des Oberkiefers und der benachbarten Nebenhöhlen.
Qualitätsmanagement zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015
a Entstehung eines offenen Bisses und Kreuzbisses durch die Veränderung der Zungenlage bei übergroßen Gaumenmandeln. b Relative Anhebung der Zungenlage nach Entfernung der Rachenmandeln und Gaumenmandeln (gestrichelte Linie zeigt entferntes Gewebe).
Kopfhaltung Eine behinderte Nasenatmung wird meist durch Mundatmung ausgeglichen. Um diese zu ermöglichen wird der Kopf vorgeschoben. Diese dauernde isometrische Anspannung führt zu Verspannungen im Bereich der Kau- und Nackenmuskulatur. Außerdem sind hori- zontale Kopfbewegungen notwendig, um unsere Augen auf verschiedene Entfernungen einzustellen, sodass der Kopf sehr oft in Be- wegung ist. Dass diese häufige Verlagerung Auswirkungen auf den gesamten Halte- und Kauapparat hat, verstehst sich von selbst. Körperhaltung Eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden geht auf Veränderungen der Halswirbelsäule zurück, ohne dass der Zusammenhang er- kannt wird. Das Becken bildet das Fundament unserer Wirbelsäule. Kommt es hier durch Unfälle zu Verschiebungen, hat das Auswir- kungen auf die gesamte Wirbelsäule. Es kommt zu einer seitlichen Verschiebung der Wirbelsäule, zur so genannten funktionellen Sko- liose. Dieser Zustand wiederum führt zu ungleich lang wirkenden Beinen und zu Veränderungen der gesamten Bein-, Knie- und Wirbel- säulenstatik. Einige Jahre später treten dann die ersten Folgebeschwerden auf: Schmerzen im Nacken, Schulter-Arm-Syndrom, Band- scheibenleiden, Hüft- und Kniebeschwerden etc.
Umfassende Behandlung